Coaching-Maximal inside: Coaches im Interview!
31. Januar 2012 von admin
Mit “Coaching-Maximal inside” wollen wir Euch einen Blick hinter die Kulissen geben und Euch vorstellen mit wem Ihr es zu tun habt. Dabei werden wir die Kernkompetenzen unserer Coaches vorstellen und aktuelle Fragen rund um Existenzgründerseminare, Gründercoachung Deutschland, Businessplan, Tragfähigkeitsbescheinigung und Führungskraftetraining diskutieren.
Den Auftakt unserer inside-Reihe macht Birgit Baum, Unternehmensberaterin & Coach:
C.-Max: “Coaching-Maximal” ist ein Netzwerk von erfahrenen Coaches und bündelt so Wissen & Kompetenz für Existenzgründer und Führungskräfte aus einer Hand. Wo liegen Deine Schwerpunkte? Stell Dich bitte kurz vor?
B. Baum: “Meine Name ist Birgit Baum. Ich bin Coach und Unternehmensberaterin. Ich habe einen wirtschaftlich-technischen Universitätsabschluss und einige Jahre an praktischer Berufserfahrung. Meine Schwerpunkte in der Beratung für Existenzgründer sind
- Finanzplanung & Finanzierung
- Controlling
- Prozessanalyse & -optimierung und Organisation.
C.-Max: -”Welchen Fokus in Bezug auf Existenzgründungen bringst Du ins C-Max-Netzwerk ein?
B. Baum: “Ich habe schon oft in der Vorgründungsphase mit Existenzgründern zu tun. Ich unterstütze Sie bei der Erstellung von Businessplänen und in Bezug auf die Ausstellung der fachkundigen Stellungnahme, auch Tragfähigkeitsbescheinigung genannt, für die Arbeitsagentur im Zusammenhang mit einer geförderten Gründung. Ich bin einer der Coaches, die im viertägigen Existenzgründerseminar wertvolle Praxistipps vermittelt und als KfW-Beraterin stehe ich im Rahmen des Gründercoaching Deutschland zur Verfügung.”
Existenzgründerseminare dienen der guten Vorbereitung auf die Selbstständigkeit
C.-Max: “Was ist für Dich das Wichtigste, wenn ein Existenzgründer seine Selbstständigkeit beginnen möchte?
B. Baum: “Das A&O sind nach wie vorher eine gute Vorbereitung und ein frühzeitiges Auseinandersetzen mit der Existenzgründung. Dazu gehört es, dass sich jeder Gründer folgende Punkte genau erarbeiten sollte:
- Erstellung eines gehaltvollen Businessplans
- Was sind meine Produkte oder Dienstleistungen?
- Zu welchem Preis kann ich sie in den Markt bzw. an den Kunden bringen?
- Wo liegt mein Markt? Wie sieht mein Marktumfeld aus?
- Was macht meine Konkurrenz besser oder schlechter? Gibt es eine Nische?
- Wo sind meine Kunden? Wie sieht meine Zielgruppe aus?
- Wo ist mein Standort? Habe ich eine A- oder B-Lage?
Ganz Allgemein kann man sagen: A-Lagen sind teuer, dafür kommt die Kundschaft fast von selbst. B- oder C-Lagen brauchen oft ein intensives Marketing. Hier droht eine Insolvenz schneller, wenn die Kundschaft ausbleibt.
Liquiditätsplanung ist essentieller Bestandteil des Businessplans
C.-Max: Gibt es einen Punkt, wo Du sagst: “Egal, wie gut die Idee, der Businessplan oder die Strategie ist, wenn nicht XY erfüllt ist, dann ist es richtig schwer!”
B. Baum: “Unbedingt. Ich halte die Liquiditätsplanung für sehr wichtig. Das vergessen nämlich Viele. Finanzplanung, das haben alle im Blick, aber was ist, wenn mal kein Geld verdient wird oder eine Auftragsflaute ist? Mind. 3 Monate sollte sich jeder Existenzgründer über Wasser halten können aus eigener Kraft. Noch besser er kann es 6-12 Monate. Dazu muss man seine Fixkosten genau kennen, damit man Liquiditätsengpässe durchstehen kann. Hinzu kommt der psychische Druck, während des Liquiditätsengpasses. Das ist eine besondere Form von Stress. Als Existenzgründer ist es wichtig den richtigen Umgang mit Ängsten und Druck zu lernen. Deshalb ist gut, wenn man schon in der Gründungsphase auch dieses Thema angeht und sich Worst-Case-Szenarien vorstellt und Sicherheitsanker frühzeitig einbaut. Wenn man also weiß, wen kann ich im Fall des Falles fragen und wer kann mir finanziell helfen, dann nimmt das viel Druck weg, wenn es dann zur Notsituation kommt. Allerdings wird es zu diesem Zeitpunkt schwierig noch eine Bank einzubinden, da Unternehmen in Schieflage nicht finanziert werden.
Existenzgründer mit Einstiegsgeld haben eine besondere Hürde
C.-Max: “Gilt das für alle Existenzgründer?”
B. Baum: “Im Grunde schon. Eine besondere Hürde haben Existenzgründer mit Einstiegsgeld. Hier ist die Grundlage, dass diese Gründer aus Hartz 4 kommen und somit alles verrechnet wird, was sie verdienen. Das macht es extrem schwer für diese Existenzgründer frei und eigenständig zu agieren und planen. Hier muss das Ziel sein, so schnell wie möglich aus dem Hartz 4 herauszukommen.
C.-Max: “In den Existenzgründerseminaren von Coaching-Maximal kommen die unterschiedlichen Geschäftsideen zum Ausdruck. Gibt es dort auch Ideen, die man lieber gleich verwerfen möchte?”
B. Baum: “Nein. Die meisten Existenzgründer kennen Ihre Kompetenzen sehr gut und haben Ihre Ideen schon auf Ihre Fähigkeiten abgestimmt. Was wir allerdings immer wieder tun müssen in den Existenzgründerseminaren ist die Erwartung zu senken. Viele Existenzgründer haben viel zu hohe Erwartungen, was die Unterstützung angeht und hier ist es wichtig das rechte Maß zu finden. Und natürlich auf eine Schwierigkeit der Selbstständigkeit hinzuweisen – Vertrieb & Werbung!”
Existenzgründer sind auch Verkäufer
C.-Max: “Mit Vertrieb meinst Du direktes Verkaufen?”
B. Baum: ” Natürlich. Hier hapert es bei den meisten. Jeder Existenzgründer muss sich bewusst sein, dass er auch ein Verkäufer wird und dazu gehört auch, sich aktiv auseinander zu setzen mit den unterschiedlichen Akquiseformen. Und ja – dazu gehört nach wie vor auch Telefonieren, Messebesuche und direktes Kontakten.”
C.-Max: “Puh, das kann einem schon ein wenig Angst machen, oder?”
B. Baum: “Angst soll es nicht machen, aber Respekt sollte man schon haben. Die Aufgaben sind vielfältig, nicht immer geht einem alles glatt von der Hand. Wer jedoch richtig den brennenden Wunsch im Herzen trägt, die Begeisterung in sich trägt und motiviert ist, der schafft es auch. Es gibt für alles eine Lösung und Hilfe.”
Existenzgründungszuschuss & Gründercoaching Deutschland als Fördermittel der Existenzgründung
C.-Max: “Mal einen Themenwechsel: Die Förderungsleistung für den Existenzgründerzuschuss sind massiv gekürzt worden. Dies hat doch mit Sicherheit indirekt auch Einfluss auf das Gründercoaching Deutschland. Wie siehst Du das?
B. Baum: “Grundsätzlich wird sich die Qualität in der Beratung durchsetzen. Dies wird auch in Bezug auf die Beratungsleistung im Gründercoaching Deutschland so sein. Diejenigen, die das Massengeschäft im Visier haben, die werden mit Sicherheit die Auswirkungen zu spüren bekommen. Erst einmal gilt es in Ruhe abzuwarten und schauen wie sich die Behörden sortieren. Gleichzeitig ist es natürlich auch so – dort wo ein Fördermarkt ist, wird es auch immer welche geben, die Lücken finden und nutzen. Dies aber zu Verallgemeinern ist meines Erachtens nicht zulässig und stimmt auch nicht mit der Realität überein.
Coaching-Maximal – ein sicheres Netzwerk für Existenzgründer
C.-Max: “Wo siehst Du das Potenzial von Coaching-Maximal?”
B. Baum: “Die Stärke unseres Netzwerkes liegt eindeutig in der Bündelung unserer Kompetenzen. Dadurch gelingt es uns, dass wir nahezu alle Bedürfnisse des Kunden abdecken. Und wenn wir ein Thema mal nicht haben, dann haben wir außerhalb unseres Netzwerkes Kollegen, die wir sehr gern weiterempfehlen. Wir lassen unseren Kunden nicht allein, er findet bei Coaching-Maximal stets einen möglichen Weg oder Lösung für sein Anliegen.
C.-Max: “Abschließend eine letzte Frage: Was wünscht Du Dir persönlich von potenziellen Existenzgründern bzw. welchen eindringlichen Rat gibst Du ihnen?”
B. Baum: “Ich wünsche mir und den Existenzgründern, dass sie wasserdichte Businesspläne haben und somit Ihre Geschäftsidee erfolgreich wird. Ein wasserdichter Businessplan bietet die optimale Grundlage für beste Förderung.”
C.-Max: “Birgit, vielen Dank für dieses herzliche und offene Gespräch. Alles Gute für das neue Geschäftsjahr 2012 und viel Freude im Netzwerk.” – wenn Du Fragen an uns hast, schreibe uns. Wir freuen uns auf Dich.